Die Gewaltfreie Kommunikation im Umgang mit Kindern

Unsere Gespräche im pädagogischen Alltag, sowie im familiären Zusammenleben mit Kindern und Jugendlichen verlaufen häufig in Erklärungen, Belehrungen, Diskussionen und Grenzsetzungen gegenüber dem Kind/Jugendlichen. Wir als Erwachsene erklären und das Kind hört zu - als Erwachsene stellen wir Fragen und das Kind antwortet - als Erwachsener weiß ich was richtig und falsch, was gut und schlecht für das Kind ist.

 

Diese Form der Kommunikation demonstriert unsere Macht als erwachsene Person und stellt ein Ungleichgewicht zwischen den Beteiligten her. Eine wertschätzende empathische Verbindung zwischen der erwachsenen Person und dem Kind/Jugendlichen ist so kaum möglich. Wenn wir den empathischen Kontakt zu unserem Selbst verlieren, benutzen wir eine destruktive Kommunikationsform gegenüber den Kindern, die dies in ihrer Kommunikation widerspiegeln.

 

"Häufig bestätigen die Erwachsenen durch ihr Verhalten die destruktiven Muster der Kinder und halten sie darin fest. Eltern, Lehrer, Erzieher im unmittelbaren Umfeld dieser Kinder haben häufig ebenfalls den Kontakt zu sich selbst verloren. Auch sie waren nicht präsent und nicht fähig, jenen authentischen, gegenwärtigen und empathischen Kontakt zu etablieren, der für eine gute Beziehung notwendig ist."(ebenda) (Quelle: Schopp/Marek aus: "Miteinander - Wie Empathie Kinder stark macht" Jesper Juul, Peter Hoeg, Helle Jensen Beltz Verlag 2012

 

Konfliktsituationen mit Kindern und Jugendlichen können bei uns Erwachsenen zu Ratlosigkeit, Hilflosigkeit, Frustration und Ohnmacht führen.

 

„Die Gewaltfreie Kommunikation, die für eine respektvolle Verbindung sorgt, unterscheidet sich deutlich von der Kommunikation, die Zwang als Form der Konfliktlösung mit Kindern benutzt.

 Sie benötigt eine Bewegung weg von der Bewertung in moralischen Begriffen wie richtig/falsch oder gut/schlecht, hin zu einer Sprache, die auf Bedürfnissen basiert. Wir brauchen die Fähigkeit, den Kindern zu erzählen, ob das was sie tun, in Einklang oder in Konflikt mit unseren Bedürfnissen ist-und zwar auf eine Art und Weise, die nicht Schuld-oder Schamgefühl bei dem Kind hervorruft.“

(Quelle: Buch, Kinder einfühlsam erziehen, Eltersein mit Gewaltfreier Kommunikation, Marshall B. Rosenberg)

 

Trainer/In:

Janet Jenichen

Dialogprozess-Begleiterin, Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg

Traumapädagogik